Kräuterhexen-Wissen

Neu auf dieser Seite meiner Homepage füge ich ab sofort in unregelmäßigen Abständen meine Erfahrungen und mein Wissen um die Krafte der hiesigen Heilkräuter, Unkräuter und sonstigen Pflanzen hinzu.

 

Ich verzichte auf Vollständigkeit, denn es gibt im Web noch viele andere Kräuterfreunde und ihre eigenen schönen Anregungen.

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Wichtige Datei wegen giftiger Pflanzen fand ich bei  www.lexikon.artfuchs.de

www.botanikus.de

 

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Büchertipps:

Dumonts Kleines Kräuterlexikon

Lexikon der Heilpflanzen, Komet Verlag

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Auch an Rezepten mit Kräutern gibt es im Web Tipps in Hülle und Fülle. Das eine oder andere lasse ich hier gelegentlich mit einfließen.

Möge der eine oder andere Tipp dem Besuchenden dazu dienen, selber mit offenen Augen durch unsere Natur zu wandern.

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Für alles Gesammelte gilt: vor Verzehr gut waschen!

Nichts essen, was man nicht kennt!

Genug stehen lassen, woran sich andere auch freuen wollen!

 

Viel Spaß beim Sammeln, Probieren und Genießen!

 

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Ackerschachtelhalm = Katzenwedel = Pfannenbutz = Zinnkraut

Eine eher unscheinbare Pflanze, die gern auf Wiesen, Äckern, Böschungen und Ödland zu finden ist. Aus den tiefen Wurzeln wachsen grüne, in Segmente gegliederte Stängel. Das Besondere ist, dass man diese auseinander ziehen und diese dann wieder ineinander schieben kann, als wäre nichts geschehen. Das Kraut ist ein emsiger Bodendecker.

 

Blüten hat sie keine, vermehrt sich über Sporen von März bis April. Sie hat u.a. einen hohen Kieselgehalt und Kaliumsalze, die für Haut und Nägel wichtig sind, wirkt harntreibend.

 

Man verwendet junges Kraut für Umschläge, Bäder und Tees. Zum Gurgeln bei Halsweh, kann die Haut verbessern in Bädern. Es gibt den Extrakt auch in Kapseln, Globuli oder Schüsslersatz zu kaufen als Silicea.

 

Nicht bei Herz- oder Nierenproblemen anwenden, es gibt auch giftige Sorten!

 

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Äpfel

Äpfel sind gesund. In England sagt man: An apple a day keeps the doctor away. Seinerzeit als bewährtes Mittel gegen Mundgeruch genommen, hat diese Frucht bis heute nichts an Aktualität verloren. Es gibt so viele leckere Sorten!

 

Man sagt ihm eine gute Wirkung auf Magen und Darm nach.

Beste Lagerung im Kühlfach des Kühlschranks.

 

Zankapfel, der Apfel des Anstosses, Apfelbäckchen - es gibt viele Hinweise auf diese gesunde Frucht. Sogar die Insel Avalon soll ja Apfelinsel genannt worden sein.

 

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Agastache anisata = Anis Ysop

Wie der Name sagt, duften die Blätter nach Anis. Der Name ist leicht irreführend, er hat nichts mit Ysop zu tun, siehe dort. Sie wird eta 1 m hoch und hat lila Blütenstände. Sie mag Sonne und Halbschattenstandorte. Insekten besuchen sie gerne.

Blüte: Juni bis September

 

Man findet sie nicht so häufig in unseren Gärten. Blätter als Tee oder zu Süßspeisen, auch als Potpourri geeignet. Sie soll als Tee bei Regelschmerzen helfen.

 

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Araukarie = Araucaria = Schuppenbaum = Chiletanne

Dieser Baum ist mir in etlichen Vorgärten aufgefallen, man kann ihn nicht übersehen. Er wird ca. 90 m hoch, breit und stammt aus Südamerika. Die Äste sehen stachelig aus wie Tannenzapfen und sind immergrün.

Der Baum ist etwas frostanfällig, scheint aber mit vielen Böden klar zu kommen und bildet Zapfen wie eine europäische Tanne.

Ein exklusives Gewächs sollte nicht zu nah an die Hauswand eingesetzt werden, denn es braucht viel Platz ringsum den Stamm.

 

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Arnika = Gemsblume = Fallkraut = Wundkraut

Die Pflanze ist meist auf trockenem Waldboden oder im Gebirge zu finden. Die gelben Blüten sind ähnlich denen des Löwenzahns, jedoch feiner und nicht so dicht wachsend. Sie kann 50 cm hoch werden und ist geschützt = nicht pflücken!  

Blüte : Juni bis August.

Bei Sportverletzungen, Verstauchung, Quetschungen am Fuß, Prellungen, Zerrungen als Tinktur, Salbe oder Umschlag. Zum Gurgeln bei Halsweh, nur für äußerliche Wunden wird sie angeraten, auch nicht für eine längere Zeitspanne!

Die ätherischen Öle wirken u.a. desinfizierend und förderlich zur Wundheilung. Man kennt sie auch in der Bachblüten-Therapie als Globuli.

 

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Artischocke

Die Pflanze wächst in südlichen Breiten wie Türkei, Frankreich, Italien, Spanien etc. und wird recht hoch. Die Blüte kann man schön als Deko verwenden. Wir finden sie vereinzelt auch in unseren Gärten oder kauft die Früchte zur Sommerzeit im guten Handel.

In Frankreich habe ich wahre Felder der Pflanze gesehen.

 

Die eigentliche Ernte sind die ausgewachsenen Köpfe der Pflanze, die man als Gemüse in Salzwasser ca. 40 Min. kocht und dann die einzelnen Blätter abzupft, sie abkaut und als Krönung den Boden von seinen stacheligen Borsten befreit und ihn ißt; vorzugsweise mit einer Curry- oder Knobi-Sauce.

 

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Bärlauch = Waldknoblauch = Hexenzwiebel

Das Kraut wächst gerne im Schatten von Wäldern und an Bachläufen, auch manchmal auf überschatteten Wiesen.

Seine Blätter auf EINZELNEN STIELEN - ähneln dem Maiglöckchen, was dagegen becherartige mehrere Blätter kurz über der Erde zu einem Bündel bildet - , sind eßbar, aber man sollte vorsichtig sein, eine Verwechslung kann üble Folgen haben. Siehe dazu auch Rubrik ´´Maiglöckchen´´.

In manchen Gegenden wuchert er ganze Waldsäume zu. Er bildet auf hohen Stengeln kleine weiße Blüten, die deutlich nach Knobi riechen, auch ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal !

Vor dem Pflücken in die Blätter kneifen !

Die Fotos stammen aus seiner "Endzeit", sie verschwinden nach Austrieb ganz und kommen erst im Folgejahr wieder.

 

Ich verwende ihn frisch oder getrocknet, klein geschnitten im Kühlfach, zu vielen Gemüsegerichten oder im Kräuterquark. Er riecht und schmeckt milder als Knoblauch. Gemischt mit Knoblauchrauke, die zur selben Zeit wächst, zu Kräuterquark verwendbar.

 

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Bärwurz

Die Dolden dieser buschig machsenden Pflanze blühen weiß von April bis August - wie der Name sagt, kann der Busch auch mal etwas größer geraten. Sie wächst meist im Süddeutschen.

Er mag magere Wiesen und enthält aromatische Essenzen, die man auch mal in Magenschnäpsen wiederfindet. Man verwendet die Wurzeln und die frischen Triebe dazu.

Als Tee getrocknet soll er bei Magenproblemen helfen. Frische Blätter wie Petersilie verwenden.

 

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Bartnelke

Die Pflanze kann man aus dem Tütchen problemlos selber im Kasten oder Garten aussäen - die wächst immer an, was viele Versuche meinerseits zeigten. Es gibt sie in vielen bunten Farben, von Weiß bis Tiefrot. Mit Lavendel oder gelbem Felberich, der oft zur gleichen Zeit blüht, ist sie ein Anziehungspunkt für Bienen und Hummeln.

Kann ich nur empfehlen, mal auszusäen, gelingt immer. Die Ansprüche an Böden scheinen ihr ziemlich egal zu sein. Nur schön!

 

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Basilikum = Suppenbasil = Krampfkräutel

Die Pflanze kam mit vielen anderen Mittelmeerkräutern auf unsere Tische. Das zartgrüne Kraut bildet buschige Stiele mit vielen kleinen frisch duftenden Blättchen, die auch mal recht groß werden können. Im Laden werden sie oft zu dicht gesetzt, also teile ich die Töpfe gerne in mehrere auf, um mehr Platz zu bieten. Sie sollten täglich gestreichelt werden, verriet mir ein Italienkenner. Dann wachsen sie besser.

Blüte: August bis September

 

Eine Besonderheit ist der Zimt-Basilikum, dessen Blätter auch so duften; zu orientalischen Gerichten, Süßspeisen oder Dessert-Deko und Duft-Potpourri. Die kleinen Blüten sind meist rosa oder rot gestreift. er stammt aus Mexiko und mag Sonne.

 

Auch braucht das Kraut  täglich ein klein wenig Wasser, mag keine Mittagshitze (wird braun) und sollte nicht zu hoch werden. Man kann immer wieder neue Blätter abzupfen, dann wächst sie besser. Bei guter Pflege kommen auch kleine weiße Blüten mit den Samen fürs nächste Jahr.

Zu Tomaten und Mozzarellakäse, getrocknet auf Pizza, als Pesto auf Toast oder Nudeln, unverzichtbar.

Bei Unruhe, Magenschmerzen, Koliken, Übelkeit, Migräne, Unruhe, Stimmungsschwankungen.

 

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Beinwell = Beinwurz = Bienenkraut = Honigblume

Beinwell kannte man in alter Zeit u.a. als Mittel gegen Wanzen. Dazu legte man das Kraut unters Kopfkissen.

Es hieß auch Beinbrechwurz, was darauf hindeutet, dass man die Pflanze auch zu Heilzwecken nahm. So walkte man die Blätter mit dem Nudelholz und legte sie auf schmerzende Gelenke.

Die Pflanze ist sehr dekorativ, es gibt sie mit lila und weißen Blüten und wird ca. 1 m hoch. Sie wächst auch auf mageren Böden.

Ihre heutige Bedeutung hat etwas nachgelassen. Allerdings ist in der bekannten Kyttasalbe auch ein Extrakt davon enthalten.

 

siehe auch www.zentrum-der-gesundheit.de/zaehne-reparieren

hier ist ein Tipp notiert, was Beinwell bewirken soll.

 

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Blauregen

Dieser Baum rankt sich gerne an Haus- oder Garagenwänden hoch, ein sehr dekoratives Stück.

Aber er ist hochgiftig.

Nur mal gezeigt hier in seiner ganzen Schönheit und nicht zum Verzehr geeignet!

 

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Bohnenkraut = Wurstkraut = Kölle = Pfefferkraut

Ich kenne Sommer- und Winterbohnenkraut, züchte das letztere, denn es ist mehrjährig.

Die zarten grünen Zweige stehen kerzengerade hoch und bilden kleine Büsche. Das Kraut ist würzig und ähnelt dem Oregano, frisch oder getrocknet.

 

Getrocknet auf Pizza ist es ein Gedicht, auch für Salate und Gemüse gut geeignet als Würze.

 

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Borretsch = Boretsch = Wohlgemutsblume

Die Pflanze sah ich schon in vielen Gemüsegärten mit weißen und lila Blüten. Sie kommt offenbar mit unterschiedlichen Böden zurecht. Ihre Stängel und Blätter zeigen ein wolliges Aussehen. Sie mag Sonne und Halbschatten, wächst den ganzen Sommer über, hat lange Pfahlwurzeln. 

Auch bekannt als Gurkenkraut.

 

Die hübschen blauen Blüten, die zuerst rosa sind, kann man als Deko auf Salaten mitessen. Die Blätter sind auch eßbar, enthalten Vitamine, Mineralien, Schleim- und Gerbstoffe. Zu Suppen, Quark, Fisch- und Eierspeisen, zu Gurkensalat.

Als Tee blutreinigend, lindert Husten durch Schleimstoffe, bei Rheuma und Nierenleiden, hebt die Stimmung.

 

 

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Brennnessel = Hanfnessel = Tausendnessel

Oft verschmäht als Unkraut, rausgerissen und weggeworfen, ist dieses Heilkraut als Jauche angesetzt ein Mittel gegen Blattlausbefall. Getrocknet oder frisch als Tee aufgebrüht schmeckt es herb, dazu kann man Minze oder Brombeerblätter mit Zitronensaft geben. Blüte: Mai bis August.

Es gibt  hochgewachsene und kleinere, fast am Boden kriechende Sorten.

 

Die herzförmigen Blätter enthalten u.a. Kieselsäure, Kalzium und Kalium, reinigen das Blut und sind eisenhaltig. Als Gemüse waschen, hacken, mit Zwiebel und Knoblauch gedünstet in Öl als Pesto oder frisch in die Suppe schneiden. Als Fußbad durchblutungsfördernd.

Bei eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion oder Wasserstauung sollte man Brennnessel nicht verwenden. Arzt ansprechen.

 

Brennnessel + Giersch als Quiche:

Saure Sahne, 3 Eier und Mehl mixen und als Mürbeteig backen.

 

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Brombeere = Hirschbollen = Moren = Rahmbeere

Der Strauch mit seinen vielen Dornen ist nicht einfach zu ernten, aber es lohnt sich doch. Die schwarzen reifen Beeren passen gut zu Quark und Yoghurt als Mix zum Löffeln oder zu Vanille-Eis.

Häufig als Hecken zu Nachbars Garten genutzt, auf Halden, Lichtungen und auf Brachland wild wachsend. Es gibt auch dornenlose Varianten in Gärten. Blüten sind Weiß bis Rosa, ziehen Insekten an.

Blüte: Mai bis November

 

Die frischen Blätter eignen sich mit Himbeerblättern, Hagebutten, Minze und Apfelstückchen gemixt als Tee., zum Gurgeln gegen Durchfall. Die Beeren kann man auch einfrieren.

 

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Buschwindröschen

Die zierliche kleine, bodendeckende Pflanze zeigt ihre hübschen weißen sternförmigen Blüten im Frühjahr meist als Erstblühener, sie mag an Wasserläufen und auf Waldlichtungen stehen. Ein unterirdischer Wurzelverlauf sorgt für eine reiche Verbreitung, wo sie einmal Fuß gefaßt hat.

Ihr Name stammt wohl daher, daß der Wind sie oft abreißt und in der Gegend verteilt. Ich finde sie hübsch, obwohl sie keine nachweislichen Heilwirkungen hat, da der Boden mit ihr wie mit Schnee bestäubt ab März/April ausschaut.

 

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Calendula = Ringelblume = Sonnenwende

Die Blüten gibt es in Gelb-, weißlich und Orange, auch Weiß kommt vor. Sie strahlen dem zurück wie die Sonne, wer sie nur anschaut.Die abgeblühten Köpfe liefern im Herbst neue Samen, die wie kleine Haken aussehen, man kann sie leicht im nächsten Jahr neu aussäen. Die gezupften hellen Blütenblätter geben jedem Salat eine frische Farbnote.

 

Die heilende Wirkung neben diesen herrlichen Farben kann man neben Fertigprodukten in Form von selbstgemachten Salben oder Ölen ausprobieren. das geht ähnlich wie beim Johanniskraut (siehe dort).

 

Man verwendet sie in Tinkturen u.a. bei Hautentzündungen, Akne etc. Die ätherischen Öle hemmen die Vermehrung von Bakterien und Pilzen.

siehe dazu www.heilkaeuter.de zu mehr Infos.

 

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Dachwurz / Hauswurz

Dachwurz ist eigentlich kein Heilkraut, aber im Aussehen sehr dekorativ. Ich habe schon langweilige Garagendächer mit dem Bewuchs dieser kleinen zähen Kerlchen gesichtet. Ich las auch mal die Bezeichnung Drachenwurz.

In alter Zeit glaubte man, der Blitz würde nicht einschlagen, wenn das Dach damit gedeckt wird. Aber die Pflanze speichert Wasser, also ist da doch was dran.

Es gibt sie heute in vielen Sorten, sie geben jedem Steingarten den besonderen Pfiff. Manche tragen sogar Blüten oder sehen aus wie kleine Tannenzapfen.

 

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Distel

Ähnlich wie Brennnessel, Gundermann und Knoblauchrauke ist dieses Kraut oft zu Unrecht als überflüssiges Unkraut auf dem Kompost gelandet. Dabei haben heimische Insekten ihre reine Freude beim Besuchen der Blüten.

Die Pflanze hat sehr viele Unterarten, z.B. Marien-, Gänse-, Esels-, Silber-, Kugel-, Färber-, Marien- oder Golddistel, um nur einige zu nennen. Die Färberdistel kann bis zu 1,80 m hoch werden. Sie wächst u.a. auf kargen Böden und hat meist stachelige Stängel und Blütenstände. Man gewinnt aus der Pflanze das wertvolle Distel-Öl, was in der Küche Verwendung findet. Mariendistel-Extrakt kennt man als Mittel gegen Leber- und Galleproblemen bei der Entgiftung.

Als Symbol hat sie z.B. auf der Flagge von Schottland eine Würdigung erhalten.

 

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Eberesche = Vogelbeere

Dieser hohe schlanke Baum liefert rote Beeren als Ernte, nicht nur für die Tiere als Winterfutter. Die Äste haben kleine Dornen. Gerne bedienen sich Amseln und anderen Obstfresser dieser Früchte.

Man kann die Beeren wohl auch essen, aber nicht in Mengen, hieß es auf einer Wanderung.

Dekorativ ist dieser Hingucker allemal im Garten. Man kennt ihn auch als Vogelbeer-Baum.

 

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Eberraute = Stabwurz = Aberglanz

Die Pflanze habe ich in heimischen Gärten noch nicht so oft gesehen, die kleinen gelben Blüten sind eher unscheinbar und wenig dekorativ. Sie blüht im Juni und duftet leicht nach Zitrone (früher als Mottenabwehrmittel genutzt). Fundstellen: Süddeutschland.

 

Ist mit Wermut und Beifußkraut verwandt und hat neue Arten wie den Colastrauch erhalten.Die feinen gefiederten Blättchen riechen nach dem Gebräu. Zum Verfeinern von Soßen frische oder trockene Blattspitzen nehmen.

 

Vorsicht: nicht bei Schwangerschaft.

 

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Echinacea = Sonnenhut = Rudbeckie

Die Pflanze gibt es mit Pink-Blüten, in Weiß und anderen Farbvarianten. Sie macht was her im Garten, wird ca. 1 m hoch, Insekten lieben die Blüten sehr.

Blüte: Juni bis September.

 

Es sind ihre ätherischen Öle, die unserem Immunsystem so gut tun. Man kann damit den Winterbeschwerden Paroli bieten, vielfach auch als Fertigprodukt in Apotheken käuflich als Tinktur.

 

Ihr Extrakt macht manche Haut lichtempfindlich und kann zu Allergien führen, also Vorsicht.

 

 

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Ehrenpreis

Der echte Ehrenpreis mit seinen blauen Blüten soll gegen Gicht, Bronchitis und Asthma helfen, auch bei rheumatischen Beschwerden.

Das Foto stammt von einer Wiese und ist eine Wildform.

 

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Eichbaum

Die Nüsse der Eichbäume wurden früher oft als Viehfutter für Schweine und andere Tiere verwendet. Zu schlechten Zeiten wurden die Eicheln gemahlen und als Kaffee-Ersatz genommen. Heute hat dies keine Bedeutung mehr.

Zu manchen Gelegenheiten sieht man das Eichenlaub als Deko an bayrischen Trachten oder auf Orden.

Dennoch sind Eichen beeindruckende Bäume, die sehr alt und hoch werden können. Auf ihnen wachsen in manchen Gegenden Misteln, welchen man eine besondere Wirkung gegen Krebserkrankungen nachsagt. Dazu verwendet man die weißen Beeren, welche auf den Ästen der Eiche als Schmarotzerpflanzen wachsen.

 

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Eibisch = Schleimwurzel = Weiße Malve = Weißwurzel

Er gehört zu der Familie der Malvengewächse und hat u.a. weißrosa Blüten an den Stängeln. Mag salzige Böden, kann bis 1,50 m hoch werden.

Blüte: Juni bis August

 

In den Klostergärten baute man ihn an als Mittel gegen Halsschmerzen. Die heilsamen Schleimstoffe sitzen in den Wurzeln.

 

Als Tee (Blätter und Wurzeln) auch bei Magenschleimhautreizung und Durchfall.

Enthält hohe Stärke-Inhalt, Vorsicht bei Diabetes.

 

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Engelstrompete = Datura

Diese Pflanze wird gern in Kübeln im Garten und auf Terrassen gehalten, es gibt sie mit reichlich rosa, weißen oder gelben Blüten, die wie kleine Trichter aussehen.

Im Winter muss man sie vor Frost schützen, denn sie stammt aus den südlichen Ländern.

Auch alle Teile dieses kleinen Bäumchens sind hoch giftig!

 

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Erbsen, Zucker-Erbsen

Das Gemüse kann man problemlos nach den Eisheiligen im Mai im Kasten oder Kübel selber ziehen, es gibt sie in Trockenform als Tüte zu kaufen. Sie ranken recht hoch, wenn man sie läßt. Vielleicht eine Alternative zu anderen Kletterpflanzen? Die Erbse ist einjährig.

Wenn die Pflanzen dann größer werden, brauchen sie eine Kletterhilfe, z.B. Reisigbesen oder Stöcke anbieten. Die Schoten kann man bei der Sorte Zuckererbse einfach mitessen. Lecker zu Gemüseeintopf oder Suppeneinlage.

 

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Erdbeere

Diese edle Frucht kann für manche Allergien auslösen beim Essen, aber die meisten mögen sie als Erfrischung im Sommer als Pürree im Spaghettieis, als Milchshake, in Bowlen, im Rumtopf, auf Kuchen oder einfach pur.

 

Ich ziehe sie im Kasten - auch die kleineren Walderdbeeren sind sehr aromatisch, wenn auch wesentlich kleiner in der Fruchtgröße.

 

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Estragon = Dragonkraut

Das filigrane, würzige Kraut bekommt man im Gartenmarkt, es ist fiederblättrig, fein und schlank wachsend. ist mehrjährig, kann bis 1 m hoch werden, winzige Blüten hängen herab.

Dragon = Drache, vielleicht wollte man früher damit Drachen verjagen :-)) .

Die französische Küche liebt dieses Kraut sehr.

 

Ich nehme es zu Fischgerichten, zum Abschmecken und für Gemüse, Fisch, Ei, Käse als Würze, frisch oder getrocknet. Zum Gurken einlegen,

Als Estragonessig, in Öl angesetzt oder im Kräuterquark lecker.

 

Nicht bei Schwangerschaft.

 

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Felberich

Diese Pflanze kommt an Schönheit der Sonnenblume durchaus nah, er wächst in breiten Büschen zu mächtigen Kuppeln zusammen. Das herrliche Goldgelb zieht ebenfalls die Insekten an zum ''Tanken''. An den Boden stellt er wenig Ansprüche, braucht aber einen sonnigen Platz.

Er blüht meist mit Fettehenne bis in den Spätherbst hinein, wenn andere Blumen längst verwelkt sind. Als Insektenmagnet sicher ein Gewinn für jeden Blumenfreund, zumal er langjährig ist.

 

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Feldsalat

Die Pflanzen hat jeder gute Gartenmarkt als Mehrfachtray.

 

Meine sind jetzt ca. 2 Wochen alt und werden immer größer.

Bald ist Ernte.

 

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Fenchel = Langer Anis = Brotanis = Kammfenchel

Stammt aus dem Mittelmeerraum, heute auch verwildert bei uns zu finden. Er blüht von Juli bis September, hat eine fleischige Wurzel und hohle feingerillte Stängel, wird bis zu 2 m hoch, hat satte gelbe Blütendolden, aus denen dann die Samenstände entstehen, die wir als Tee verwenden.

Blüte: Juli bis September

 

Seine Inhaltsstoffe helfen bei Magen- und Darmproblemen, Blähungen, Husten oder Nierenleiden. Die Knolle kann man als Gemüse dünsten (wie in Italien), wobei die feinen grünen Blättchen auf Fischgerichten ihre Verwendung finden können. Er hat ein feines Anis-Aroma. Auch als Fenchelhonig im Handel.

 

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Fettehenne

Die Pflanze ist ein Hingucker in jedem Garten, denn sie wird schön buschig und breit und bietet vielen nützlichen Insekten ein gutes Angebot an Nektar zum Überleben.

Die meist lila- oder rosafarbigen Blüten werden gern umschwärmt. Die Blätter sind fleischig und lassen den Regen abperlen. Die Pflanze blüht bis tief in den Herbst hinein, man kann die Stängel auch zum Trockenstrau0 binden.

 

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Fingerhut

Eine sehr dekorative Pflanze, die man häufig in Gärten und an Bahndämmen findet. Die kelchartigen großen Blüten sind meist Weiß, Rosa oder Pink und ziehen Hummeln an.

Sie wird meist über einen Meter hoch.

 

Diese Pflanze ist schön, aber giftig!

 

Den Extrakt verwendet die Medizin als Herzmittel (Digitalis).

 

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Frauenmantel = Frauenhilf = Jungfernkraut

Ein typisches Kraut für Frauenleiden. Es gibt die Pflanze bei uns an Wiesenrändern und sogar wild wachsend, nicht nur in Gärten.Wird bis 40 cm hoch, junge Blätter im Salat nutzbar.

Die zarten grünlich gelben Blütenstände erstrahlen von Mai bis August.

Das frische Grün macht jeden Feldblumenstrauß zum Hingucker.

 

Die Wildform wächst auf Lichtungen und Wiesen, wird allerdings nicht so hoch.

 

Der Tee soll bei Regelschmerzen, Durchfall, Wechseljahrsbeschwerden und Magenweh helfen. Man kann es mit Gänsefingerkraut noch zusätzlich mixen.

 

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Gänseblümchen = Bellis

Die hübschen kleinen Blüten kann man mit dem Rasenmäher noch so abrasieren, sie kommen als erste immer wieder aus dem Rasen hoch.

Die veredelten Bellis für den Garten sind in Rot oder Rosa zu kaufen, sind auch wesentlich größer mit ihren längeren Stielen.

Man kann die Wildform im Salat als Deko verwenden und mitessen.

 

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Giersch

Die Pflanze bezeichnet so mancher Gärtner als höllisches Übel, weil sie sich äußerst schwer rausreißen bzw. eindämmen läßt, wo sie einmal Wurzeln gefaßt hat. Man erkennt die Blätter an der Form wie ein Ziegenfuß und an dem dreieckigen Stiel. Blüten trägt das Kraut keine. Der Geruch ist unverkennbar herb.

Motto der Kräuterhexen hier: Wenn man den Feind nicht vernichten kann, sollte man ihn essen - also ran ans Grünzeugs!

 

Frische Blättchen als Salatbeigabe, im Kochtopf mit allem möglichen Gemüse oder als Spinatersatz sind einfach nur lecker.

Auch für die Zubereitung einer Kräuterlimonade zusammen mit Waldmeister und Gundermann (siehe dort) macht sich dieses Kraut hervorragend.

Die beste Erntezeit ist im Frühjahr, wenn die beiden obigen anderen Kräuter sprießen. Man nimmt hier am besten nur die frischen jungen Triebe.

 

 

Kräuterlimonade selbst gemacht

Dazu braucht man eine Handvoll folgender 3 frischer Kräuter:
Giersch, Gundermann und Waldmeister.

 

Die legt man mit trübem Apfelsaft in ein Glasgefäß und läßt das Ganze ca. 1 Woche im Kühlschrank stehen.

Danach abseihen durch ein Sieb, den Saft mit Mineralwasser beliebig auffüllen und gut kühlen. Einfach lecker!

 

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Ginster

Ein buschig werdender, intensiv duftender Strauch, in Gelb und Rot eine wahre Farbenpracht in jedem Garten, er kann 2 m hoch werden.

 

Leider ist er giftig für Pferde, Schafe, Hunde und Kleintiere und kann zu Vergiftungen führen. Er sollte nicht an Teichen gepflanzt werden, die Fische könnten die herunter fallenden Samen fressen.

 

In der Medizin gilt er als Herz- und Kreislaufmittel.

 

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Goldrute

Die schlanke Pflanze mit ihren breit ausladenden gelben Blüten-Armen ist ein echter Hingucker im Garten. Sie blüht von Juli bis in den Oktober hinein. An Böden stellt sie keine großen Ansprüche.

 

Die Blüten kann man als Tee verwenden, er soll die Nieren anregen helfen. Auch als Tinktur oder Kräuterwein ansetzen. Die Pflanze ist auch schon den Indianern bekannt gewesen.

 

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Gundermann

Diese lange Ranken bildende kleine Pflanze wächst fast überall, im Wald unter Bäumen oder auf der Wiese. Die lila Blüten sind lippenförmig, die vielen kleinen Blättchen eher rund. Man findet ihn fast überall, er ist eher unscheinbar, wenn er nicht grade blüht und kriecht am Boden entlang.

 

Gund = altgermanisch für "Alter".

 

Davon nehme ich einen Teil für meine Kräuterlimonade. Auch als Salat und in Kräuterbutter mal probieren. Die Blätter in heisse Schokolade tauchen, kühlen und als After Eight Double essen.

 

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Gurke

Die gute alte Salatgurke kann auch heute noch zu unserer Gesundheit beitragen. Wir kennen sie als Auflage in Scheiben geschnitten auf müde Gesichtshaut oder als Gemüsesaft. Mit Tomaten als Bauernsalat ein reiner Genuß oder geschmort mit Käse überbacken.

In dem Gemüse steckt u.a. Vitamin C. Außerdem enthält sie viel Wasser, hat nur 13 Kalorien pro 100 g. Als Senf- oder Gewürzgurke eingelegt in Essig mit Senfkörnern.

 

Wassertreibende Eigenschaften. Zur Unterstützung gegen Rheuma- und Gichtkrankheit, Nieren- und Blasensteinen.

Als Gesichtsmaske: Gurke in dünne Scheiben schneiden, diese aufs Gesicht legen, 20 Minuten drauf lassen, lauwarm abspülen und Haut gut eincremen.

 

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Hagebutte = Heckenrose = Hagrose = Hundsrose

Die roten Früchte, die im Herbst reif sind, reifen am Strauch der Heckenrose, die in rosa, pink oder weißen duftenden Blüten am Wegrand wild wächst.

Blüte: Juni bis Juli

 

Die Blüten nehme ich als Duftpotpourri, die Hagebutten kann man trocknen im Backofen oder in der Sonne, um sie als Tee-Beigabe z.B. mit Himbeerblättern zu verwenden. Die Beeren sind reich an Vitamin E + C, Magnesium und Zink, man verwendet sie auch als Anti-Grippemittel.

 

Die Amseln freuen sich, wenn im späten Herbst noch Früchte an den Hecken zu finden sind, also nicht alle abpflücken!

 

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Himbeere = Katzenbeere = Mollbeere

Himbeersträucher einmal gesetzt, bringen jedes Jahr neue rote Beeren hervor, sie sind mehrjährig und brauchen während der Erntezeit bei großer Hitze auch mal Gießwasser zum Wachsen. Er wird ca. 1 - 2 m hoch, bildet dichte Büsche und hat meist weiße oder rosa Blüten. Er wächst an Waldrändern und auf Lichtungen. Die langen Ranken tragen nicht so dicke Dornen wie bei der Brombeere, die etwas später im Jahr Früchte trägt.

Blüte: Mai bis Juni.

Der Name scheint vom Altdeutschen ''Beere der Hinde'' = Hirschkuh zu stammen, diese Tiere naschen auch gern die Früchte.

Die Blätter kann man zusammen mit Brombeerblättern und Malvenblüten oder Hagebutten als Tee verwenden.

 

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Holunder = Holler = Elderbaum = Schwitztee

Der Schwarze Holunder wächst als Baum  oder Strauch bis zu 7 m hoch. Um ihn ranken sich viele Sagen und Mythen, er soll der Göttin Holla = Frau Holle geweiht sein, diese wird u.a. mit dem Totenreich in Verbindung gebracht. Manche Menschen pflanzen ihn an den Hauseingang, um Böses abzuschrecken. Wer dran glaubt ...

Blüte als weiße duftende Dolden = Mai bis Juni, Insekten lieben das. Danach bilden sich die schwarzen Beeren, die nur vollreif verwendet werden dürfen.

 

In der Küche als Gelee, Suppe oder mit Pfannkuchenteig ausbacken. Ich habe die Beeren mit Korn als Magenbitter angesetzt. Als Heißgetränk durch viel Vitamin C gut als Vorbeugung von Erkältungen, die Blüten als Heißgetränk für Schwitzkuren. Als Blütentee stärkt er das Immunsystem.

 

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Huflattich

Auch dies ist eine Pflanze, aus alter Zeit bekannt.

Sie ist recht unscheinbar, hat leuchtend gelbe Blüten und wächst an Wegrändern, am Feldsaum und auf mageren Wiesen. Die Blätter haben die Form eines Pferdehufs. Die Blüte ähnelt ein wenig dem des Löwenzahn.

 

Der Saft soll bei Reizhusten helfen sowie bei Erkältungen als Tee, er enthält Schleimstoffe.

 

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Ilex = Stechpalme

Der immergrüne, oft sehr hoch wachsende Strauch kann baumähnliche Höhen erreichen. Seine roten Beeren zeigen sich meist nach dem Sommer bis in den Winter hinein.

Man findet ihn auch gelegentlich auf Friedhöfen und in Parks.  Er sieht eigentlich durch seine glänzenden Stachelblätter immer wie gelackt aus.

 

Die roten Beeren sind gefährlich für Kinder und Tiere, sie können Vergiftungen hervorrufen (beim Hund reichen 20 Beeren zum Tod).

 

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Jakobsleiter = Polemonium = Himmelsleiter

Diese zarte Pflanze ist in der freien Natur fast ausgestorben und daher geschützt. Wenn sie in Gärten steht, kann man sich gratulieren, denn sie sät sich jedes Jahr wieder aus. Die blaue Unterart kann man nur noch in den Bergregionen finden. Mag Schatten, Halbschatten und feuchten Boden.

Blüte: Mai bis Juli

Eine andere blaue Unterart wächst in Lappland, eine gelbe kommt in Mexico und USA vor, eine Sorte mit rotem Laub stammt aus Asien, letztere ist robust und frostunanfällig.

Auch ist bei die Jakobsleiter bei den Bienen sehr beliebt und mit ihren zarten Halmen und gefiederten Blättchen ein Hingucker im Garten. Man kennt den Namensbegriff aus der Bibel, auf dieser Leiter sollen die Engel vom Himmel herab gestiegen sein.

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Johannisbeere

Der Strauch ist mehrjährig und bringt jedes Jahr ab Mai bis Juli neue Beeren hervor.

Die schwarzen sind besonders aromatisch, die roten mehr säuerlich und die weißen dagegen eher mild. Sie wachsen zu mehreren Reihen an einem dünnen Stängel und hängen herab. Selbst das frische Grün verbreitetet den typischen Geruch der Früchte beim Anfassen.

 

Sehr gesund durch Vitamin C-Gehalt, gut pur zu essen, im Kuchen oder auf Eis. Zuviel Genuß kann manchmal zu rauer Zunge führen oder Zahnfleischentzündung.

 

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Johanniskraut= Blutkraut = Wundkraut

Dies alte Heilkraut kannten schon die Leute im Mittelalter. Seine kleinen sternförmigen gelben Blüten entfalten sich besonders bei Sommerhitze. Es liebt magere Böden wie Bahndämme und trockene Wiesen. Das Kraut ist bewährt bei Hautverletzungen aller Art und wirkt leicht antidepressiv.

Ich habe damit eine Brandblase behandelt, sie ist ohne Narben geheilt.

Vorsicht: macht lichtempfindlicht!

 

Ich mache daraus ein Heil-Öl: Man nimmt eine Handvoll Blüten, legt sie in gutes Pflanzenöl, stellt das Glas ca. 3 Wochen ins Licht und seiht sie durch ein Sieb ab. Das Öl hat sich danach rot verfärbt und wird in braune Flaschen abgefüllt (leere Ölflaschen eignen sich dafür). Das hält lange Zeit an dunklem Platz.

Die Pflanze ist anspruchslos und kann im Blumenkasten gut wachsen. Sobald meine blüht, kommt hier ein Foto rein.

Schöner Sommerstrauss zu Johanni am 21.6.: mit Königskerze, Arnika, Ringelblume (Calendula) und Löwenzahnblüten gebunden am Eingangstor.  Früher als Dämonenabwehr mit Tanne und Wacholder. Sie gilt als Schutz durch reine Sonnenenergie.

 

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Josta-Beere

Dieser Strauch ist eine Mischung aus Johannisbeere + Stachelbeere, ein Mix aus den Namen und zugleich Früchten. Diese Züchtung ist mehrjährig, winterhart und liefert jedes Jahr neue Beeren.

Diese sind zu Beginn hellgrün und werden im Verlauf der Reifung schwärzlich. Sie schmecken wesentlich milder als die Stachelbeeren und haben kleine Kerne, die man mitessen kann.

Der Strauch wird etwa 1,50 m hoch. Ernte ist im Mai/Juli bis Ende Juli. Die Beeren kann man pur essen, im Kuchen verarbeiten oder als Dekor auf Eis.

 

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Kamille = Kummerblume = Mägdeblume

Die echte oder römische Kamille wächst gern an Wegrändern, auf Wiesen Feldern, und Ödland. Man erkennt sie an den hohen gelben Blütenköpfen und den kleinen weißen Umrandungsblättchen. Sie war früher Standard in Klostergärten zusammen mit Minze, Lavendel & Co.

Blüte: Mai bis Juli

Verwendung als Tee, für Dampfbäder und Umschläge. Auch als Deko auf Desserts oder Gemüse. Ätherische öle, Kumarine etc. wirken antibakteriell, beruhigend und krampflösend. Zum Gurgeln, schlecht heilenden Verletzungen als Umschlag, auch für Sitzbäder, Waschung für unreine Haut oder Haarpflegespülung (Aufhellung).

Abgeraten für Augenspülungen, kann Verschlimmerung auslösen, nicht über zu lange Zeit und zu hoch dosieren.

Eine Unterart ist die Teppich-Kamille, sie hat keine weißen Blütenkränze und wächst dicht am Boden, riecht aber fast genau so wie die echte.

 

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Kapuzinerkresse = Salatkraut

Diese einjährige Pflanze kommt auch mit magerem Boden zurecht. Es gibt sie in leuchtend Orange, Rot oder Gelb, manchmal auch Blaßgelb.

Blüte und Blätter kann man essen, sie schmecken leicht pfeffrig z.B. im Salat.

Das Wort "Kresse" sagt dabei alles. Das ätherische Öl wirkt antibiotisch.

Eine schöne hoch oder breit rankende Pflanze, die man leicht durch abgefallene Samenkapseln vermehren kann. Sie bildet lange Ranken, die man an einem Spalier hochziehen kann. Als Frühjahrskur zur Blutreinigung.

Blüte: Mai bis Herbst

Nicht zuviel essen, kann zu Magenschmerzen führen.

 

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Kastanie = Pferdekastanie = Wilde Kastanie

Der Baum mit seinen fingerförmigen breiten Blättern liefert im Herbst die braunen Nüsse, die so gern zur Herbst-Deko oder zum Basteln genommen werden. Die Blüten gibt es in Weiß und Rosa-Rot. Als Bach-Blüten sind die Extrakte auch bekannt als Red + White Chestnut.

Blüte: Mai.

Der riesige bis 30 m hohe  Baum steht als Schattenspender oft in Parks oder an Straßenrändern. Er scheint mit allen Böden zurecht zu kommen und wird von Insekten während der Blüte gern besucht.

Als Roßkastanien-Extrakt kennen wir ihn als Hilfe gegen müde Gelenke und schwere Beine.

Küche: Nicht mit der Eßkastanie = Marone verwechseln!

 

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Katzenminze

Dieser kleine Busch kann kniehoch werden, er ist wie alle Minzesorten ein Überlebenskämpfer. Die zartlila Blüten sind auch im Garten sehr dekorativ.

Man sagt, dass der Duft die Katzen dazu bringen kann, sich wie betrunken darin zu wälzen. Ich habe das allerdings noch nie gesehen, aber man weiß ja nie ...

 

Für uns Menschen gibt es allerdings weit aromatischere Minzesorten zum Genießen. Der Tee schmeckt einfach nur fade. Dies nur zur Info zum Thema "Minze".

 

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Kerbel

Wir finden ihn häufig als Wiesenkerbel auf heimischen Wiesen und am Wald- und Flußrand. Die Pflanze hat zarte weiße Blütendolden und steht auf hohen Stielen.

Er ist als Gartenpflanze auch ein wichtiger Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße und wächst bei uns auch problemlos im Kasten.

 

Andere Zutaten sind: Pimpinelle, Schnittlauch, Petersilie, Borretsch (s. dort), Sauerampfer und Kresse, evtl. Kapuzinerkresse. Dazu mischt man die Kräuter, gibt 1 Schalotte, 500 g Schmand, Essig, Salz, Pfeffer, Prise Zucker, Senf hinzu. Zwiebel kleinschneiden, mit Rührstab sehr klein rühren, bis eine Soße entsteht. Zu jungen Pellkartoffen essen oder über gekochte Eier gießen.  

Da es oft zu Verwechslungen zwischen Kerbel, Schafgarbe, Wilde Möhre und daneben auch giftigen Arten gibt, die meist ähnlich aussehen, würde ich raten, Kerbel nur im Gartenhandel zu kaufen und nicht selber zu sammeln. Der Taumelnde Kälberkopf wirkt sogar tödlich, also Vorsicht.

 

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Klette = Wolfskraut = Haarballe

Die Pflanze ist im Garten sehr dekorativ und wird recht hoch. Im getrockneten Zustand kann man die Reste als Deko verwenden.

Die Widerhaken haften gerne an allem, was sich daran in der Nähe aufhält. Wenn sie im Fell von Tieren hängen bleiben, sorgen diese für ihre Verbreitung.

Die bläulichroten Blüten sind wie eine Distel anzusehen, von Juni bis August.

 

Klettenwurzel-Öl kennt man als Mittel gegen Haarausfall und Hautproblemen, als Tee zur Leber- und Galle-Anregung. Auch bei Hautunreinheiten, soll schweißtreibend wirken als Tee.

 

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Knoblauchrauke

Das Kraut wächst gern an schattigen Waldlichtungen, am Bachlaufrand oder auf Wiesen, es kommt mit fast jedem Boden zurecht.

 

Die jungen Blättchen sind leicht gezacktm herzförmig und stehen auf hohen Halmen oft meterhoch. Die Blüte ist weiß.Nach der Blüte bleiben längliche Schoten übrig, in denen die Samen reifen. Er streut sich selbst aus.

 

Diese Blätter kann man als Knoblauch-Ersatz getrocknet oder frisch einsetzen in der Küche, z.B. als Salat, in Quark mit Schnittlauch + Radieschen oder als Pesto in Öl.

 

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Königskerze = Fackelkraut = Marienkerze

Ein wahrhaft königlicher Name für eine stolz aussehende Pflanze, die man in Gärten, aber auch als Wildform an Feldern und Wiesenrändern findet. Als Solitär oder im Verbund kommt sie zur Geltung.

Es gibt sie auch mit lila Blüten, aber in Gelb scheint sie vorrangig zu wachsen bei uns. Blüte: Juni bis September. Oft an Wegrändern und Lichtungen, mag sandige Böden. Die Staude wird bis zu 2 m hoch.

 

Man sagt, sie helfe bei Erkältungen als Tee, enthält schleimlösende Inhaltsstoffe. Als Hustentee mit Eibisch und Huflattich erleichtert sie das Abhusten.

 

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Lavendel = Speik = Narde

Der "Alte Vater" der Heilpflanzen ist so vielseitig verwendbar und hat so viel Gutes zu bieten, dass diese Rubrik nicht ausreicht zum Beschreiben. Sein feiner Duft vertreibt nicht nur Motten und andere Insekten (nahe an Rosenbeete setzen!), sondern auch schlechte Laune, Schlaflosigkeit und Traurigkeit. Zu finden in "Kräuter der Provence"-Mischungen, Enthält wertvolle ätherische Öle, zur Massage, für Bäder und Tees. Bei Unruhe, Reitnerven, nedrigem Blutdruck und Kreislaufbeschwerden.

Bei allem gilt: in Maßen genießen, er kann auch bei Zuviel Kopfschmerzen machen!

Blüte: Juli bis August

 

Nach der Blüte (lila, Bienen anziehend) zurückschneiden bremst Verholzung und Verkahlung, er neigt sich sonst unschön zur Seite. In Duftsäckchen oder Sträußen aufgehängt verbreitet er feinen Duft. Zur Räucherung trocknen wir Blüten und Stiele.

 

Als Duftöl selbst gemacht: eine Handvoll Blüten in Mandelöl geben, 4 Wochen in einer Flasche aufbewahren auf der Fensterbank, schütteln ab und zu, abseihen.

 

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Lein = Flachs = Haarlinse = Flachslinse

Flachs oder Leinkraut ist in der Textilgewinnung früher schon verwendet worden. Aus den braunen Samen entstehen hübsche, blaue oder weiße Blüten auf hohen dünnen Halmen. Sie sind einjährig und können 1 m hoch werden. Kleine Kugeln an den Spitzen enthalten nach der Blüte die braunen Samenkörner. Diese werden auch gern von Vögeln gefressen. Die Pflanzenblüten nahm man früher zum Färben von Stoffen.

Blüte: Juni bis August

Die Körner haben viele Ballaststoffe und Fettsäuren, werden gemahlen oder mit Wasser/Saft getrunken oder unters Mehl in Brot, Waffelteig oder Müsli gemixt. Äußerlich als Breiumschlag bei Gürtelrose oder Schuppenflechte. Haben abführende Wirkung, hohes Quellvermögen, legt sich auf Schleimhäute, bei Zahnfleischproblemen.

Abgeraten bei Darmentzündung, ganz verboten bei Darmverschluss, nicht für Kleinkinder!

 

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Liebstöckel = Maggikraut = Gichtstock = Badekraut

Dieses Kraut wächst bei guten Bedingungen meterhoch im Garten, hat fast keine Schädlinge und ist auch im Blumenkasten gut zu ziehen.

Blüte: Juli bis August

Geschmack und Geruch sind ausgeprägt und verfeinern jede Suppe oder Gemüsegerichte. Gegen Blähungen, Völlegefühl, Migräne. Enthält Kumarine und ätherische Öle, riecht milder als Sellerie. Als Tee, zu Magenschnäpsen oder-likören, in Brühen oder Soßen. Zur Vorbeugung von Nierengrieß, gegen Sodbrennen und bei Verdauungsproblemen.

Die Blätter getrocknet oder frisch sind eine gute Wahl.

Abgeraten bei Ödemen, Nieren- und Herzproblemen. kann zu Lichtempfindlichkeit führen, nicht bei Schwangerschaft!

 

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Löwenzahn

Den kennt wohl jeder. Der Name stammt von der gezackten Blattform.

Diese robuste Pflanze wächst fast überall, auch auf steinigem Boden und mitten im Asphalt am Wegesrand. Die weißen Köpfe kennen wir ja als Pusteblume, nach der Blüte.

Die hellen neuen Triebe kann man gut im Salat verwerten oder als Pesto zerkleinern. Das soll der Leber gut tun.

Die gelben Blütenblätter verarbeite ich mit Gelierzucker 1:1 Mischung als Gelee, ein kleines nettes Mitbringsel bei Einladungen.

Dazu nimmt man 125 g Blüten auf 300 ml Wasser, etwas Zitronensaft dazu, eine Stunde als Kaltauszug stehen lassen. Abseihen, Blüten im Topf lassen, Gelierzucker draufgeben in 1:1, leicht köcheln lassen bis der Zucker sich auflöst, in Gläser füllen. Im Kühlschrank mehrere Monate haltbar. wirkt harntreibend und kühlend.

 

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Lorbeer

Das Gewächs stammt u.a. auch aus dem Raum Mittelmeer und bildet dort kleine Wälder. Mag feuchte schattige Plätze, man kann ihn in Form schneider wie sein Verwandter, der Kirsch-Lorbeer. Kann bis zu 12 m hoch und sehr alt werden. Ledrige dunkelgrüne, glänzende Blätter mit weißlichen kleinen Blüten, die intensiv riechen. Die Früchte sind schwarz.

 

Er blüht von April bis Juni. Als Tee bei Magenschmerz; bei Gelenkschmerzen als Aufguß ins Bad geben. Als Duft-Öl hat er einen sehr herben Geruch.

 

In der Küche: zu fetten Speisen in den Sud geben, Blätter nach dem Kochen entfernen, gibt eine feine Würze - auch zu Rotkohlgerichten.

Vorsicht: Kann Allergien auslösen!

 

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Lungenkraut

Das Kraut wächst bei uns in lichten Wäldern, auf Wiesen und an Feldrändern. Es hat rosa und lila Blüten.

Dies sieht man besonders bei der Unterart "Geflecktes Lungenkraut". 

 

Es wächst von Mai bis Juni, seine Blätter haben dunkle Flecken.

Man verwendet es auch ähnlich wie Beinwell für Wundheilungen äußerlich (Allantoinhaltigkeit).

 

Zum Namen ist zu sagen, daß das Kraut Schleimstoffe und Kieselsäure enthält, was heilsam für die oberen Lungenwege, z.B. bei Reizhusten, sein soll (Tee).

 

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Maiglöckchen

Die Pflanze wächst zum schönen Maienzeit an feuchten Waldrändern, an Bachläufen und Wegrändern, meistens im Schatten. Das grüne Kraut mit seinen am Stamm  in sich gedrehten Blättern (wie ein Kelch) bildet einzelne, mittlere Stengel, an deren Seiten die kleinen weißen, wohlriechenden Glöckchen herausragen.

Diese Sträuße werden gern z.B. als kleines Geschenk unter die Leute gebracht. Bei allem sollte man vorsichtig sein, denn die Pflanze ist giftig!

 

Die Verwechslung mit den eßbaren Blättern des Bärlauch (s. dort) kann man vermeiden, weil dieser früher wächst als das Maiglöckchen. Im Zweifel in die Blätter kneifen, Bärlauch hat den typischen Knobi-Geruch, Maiglöckchen nicht!

 

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Melisse - Zitronenmelisse = Bienenkraut = Herztrost

Die anspruchslose Pflanze gedeiht gut auf dem Balkon und besser noch im Garten, sie wird ziemlich buschig und bis 70 cm hoch. Die Kraft steckt in den Blättern, die ähnlich wie die der Taubnessel aussehen. Sie verströmen bei Reibung einen zitronigen Duft.

In Tees, zu Bädern und in der Aromatherapie genutzt. Bei Nervosität, Magenproblemen, Stärkung des Immunsystems, Kopfschmerz, Durchfall und Wechseljahrsbeschwerden. Ihre weißen Blüten ziehen Bienen an.

Blüte: Juni bis August.

Die Blätter getrocknet oder frisch eignen sich prima als Tee oder frisch in Salaten. Sie wirken beruhigend auf den Schlaf am Abend (auch in Klosterfrau Melissengeist! Gegen Lippenherpes als Creme).

 

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Miere

Dieses unscheinbare Kraut wächst auf Wiesen, an Feld- und Waldrändern oder an Bachläufen im hohen Gras.

 

Seine feinen weißen Blüten fallen im Frühjahr sofort auf wie kleine Sternchen. Ich kenne u.a. Stern-Miere und Vogel-Miere, welche viel Vitamine enthalten.

 

Man kann sie z.B. in Salaten gut essen zu frischen Löwenzahnblättchen mit Dressing aus Essig und Öl.

 

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Minze = Edelminze = Gartenminze

Um die gesamten Varianten zu nennen, könnte man viele Seiten schreiben, nur ein paar hier: Katzenminze (s. dort), Pfeffer-M.,  Türkische-, bunte und grüne Apfel-,  Erdbeer-, Schwarze-, Marokkanische-,  Englische-, Ingwer-, Carmagnola-, Orangen-, Ananas-, Zitronen-, Mandarinen-, Mojito-, Bananen-, Hugo-M. und andere Sorten. Die Vielfalt scheint jedes Jahr mehr zu werden!

 

Meist blüht sie weiß oder rosa-lila und bildet tiefe und ausladende Seitenarme. Man muß sie etwas eingrenzen, sonst wuchert sie alles zu.

 

Die Erdbeerminze hat viele kleine Blätter, die aber sehr aromatisch schmecken als Tee.

Apfelminze kommt erst hoch, wenn alle andern schon wachsen. 

Ingwerminze ist frisch grün und sehr aromatisch. Die robusten Sorten wie Pfeffer-, Englische und Schwarze Minze halten auch mal Kälte aus, die anderen sind eher frostempfindlich und einjährig.

 

Bei Sommerhitze Minzetee - das kennen alle Mittelmeerländer und auch wir als Erfrischung, mal als Tee, frisch oder als Deko auf Eis. Lammgerichte mit Minze sind lecker.

Abgeraten für empfindliche Mägen oder bei Magen-Darm-Geschwüren, kann zu Übersäuerung führen. Äußerliche Anwendung: nicht in die Augen kommen lassen, nicht bei Kleinkindern!

 

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Nachtkerze = Abendblume = Sommerstern

Sie kann mehr als 2 m hoch werden, ist zweijährig, am Abend öffnen sich die goldgelben Blüten und verwelken bereits wieder am Morgen. Mag sandige Böden, wächst an Bahndämmen, Kiesgruben und auf Ödland.

Blüte: Juni bis August.

 

Aus den Früchten wird das wertvolle Nachtkerzen-Öl gewonnen, zur Hautpflege oder gegen Wechseljahrsbeschwerden.

Die Blätter, auch im Salat,  sollen gegen Durchfall helfen. Die Wurzeln kann man wie Schwarzwurzeln behandeln und kochen.

 

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Nelke

Es gibt sie in sehr vielen schönen Sorten, die auch oft winterhart sind. Mir gefallen die in Rot und Pink am Besten.

Auch als Bartnelken gedeihen sie in bunter Vielfalt im Kasten, können leicht als Samen gezogen werden. Ihr Duft ist sehr aromatisch und angenehm.

 

Man sagt auch, sie sei eine Abschiedsblume (woher mag das kommen?). Jedenfalls kann man sie auf der Toilette sicher gut gebrauchen in einer Vase.

Die Blume hat mit der Gewürznelke nichts zu tun, wohlgemerkt, und ist nicht eßbar.

 

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Oregano

Oder Origano - egal, das Kraut ist ein Multitalent zum Abschmecken für alle Gemüse, Suppen oder getrocknet auf Pizza á la Italien.

Es ist die italienische Schwesterpflanze zum heimischen Majoran.

Blüte: Juli bis August. Kleine weiße oder lila Blüten, die gern von Insekten besucht werden.

 

Es wächst im Kasten und Garten, mag Sonne und trockenen Boden und hat kleine weiße Blüten, die von Bienen besucht werden. Ein Würzkraut, das in jede gute Küche gehört, finde ich. Bei Verdauungsproblemen, Völlegefühl, Husten als Tee. Das Kraut macht fette Speisen bekömmlich.

Das ätherische Öl nur äußerlich anwenden. Nicht bei Schwangerschaft, bei Überdosierung Kopfweh!

 

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Petersilie = Peterle = Bittersilch

Die frischen grünen Blättchen gibt in 2 Versionen: kraus und glatt. Beide schmecken m.E. gleich gut, haben nur ein anderes Aussehen.

Die glatten kann man jedenfalls besser unter Wasser säubern.

Blüte: Juni bis Juli

Kann bis 1 m hoch werden, die Blüten sind grüngelb. Enthält ätherische Öle, die harntreibend wirken. man nutzt das Kraut und deren Wurzel, letztere sieht einer Möhre ähnlich, ist jedoch Weiß wie etwa ein Rettich. Wie ein solcher kann sie in der Küche verwendet werden. Vitaminreich, gesund und leicht zu pflegen, sollte es in keiner Küche fehlen.

Abgeraten bei Schwangerschaft und Nierenentzündung, manchmal Allergie, Lichtempfindliche meiden besser die Sonne, keine Überdosierung!

 

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Physalis

Auch Kapstachelbeere genannt, kommt wohl aus Südafrika.

Die Orangeblüten in Form von kleinen Lampions habe ich getrocknet oft als Deko zu Halloween gesehen. Sie wächst in unseren Gärten gut.

Als Frucht schmecken die ebenso gefärbten Beeren in ihrer lustigen trockenen Hülse sehr lecker pur oder im Obstsalat, leicht säuerlich und erfrischend.

 

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Quitten

Dieser Obstbaum trägt beinharte gelbe Früchte, die man erst lange kochen muss, um sie genießbar zu machen.

Einmal geöffnet, soll das Aroma in Gelee oder Schnaps doch unvergleichlich sein.

 

Die Früchte sollen bei Fieber, Durchfall und Husten hilfreich sein.

 

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Rainfarn

Das gelbe Kraut ist robust und steht gern auf trockenen Wiesen und an Waldrändern. Es kann etwa kniehoch werden und steht auf hohen Halmen, er blüht im späten Sommerhalbjahr richtig schön als Rispe in Doldenform.

Sein Geruch ist gewöhnungsbedürftig, etwas strenger als die liebliche Kamille.

 

Da manche Arten giftig sind, sollte man ihn getrocknet am besten nur als Insektenabwehrmittel einsetzen.

 

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Raps

Die goldgelben Blüten dieser beliebten Pflanze senden eine sonnige Botschaft an alle Betrachter, evtl. nicht für die Leute mit Heuschnupfen. Ihr Duft ist betörend süß und verlockend, so wie auch der Honig hieraus.

 

Ein ganzes Feld dieser Pracht ist einfach ein Hingucker!

 

Aus Raps gewinnt man wertvolles, fast geschmacksneutrales Speise-Öl sowie Benzin für unsere Autos. Ich mag den Raps-Honig besonders gerne wegen seinem intensiven Geschmack.

 

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Rosmarin = Brautkleid = Marienkraut = Weihrauchkraut

Stammt wie viele Kräuter aus dem Mittelmeer-Raum, kann 2 m hoch werden, die Blätter sehen aus wie Tannennadeln, an denen kleine lila Blüten sitzen, welche die Insekten anlocken.

Blüte: März bis Juni.

Seine ätherischen Öle duften stark, sobald man die Blätter anfaßt. Der Extrakt wirkt anregend, stärkend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. Als Tee, zum Baden, als Massage-Öl oder Wein. Bei Rheuma und Krämpfen. Bei Erschöpfung, starkem Stress oder niedrigem Blutdruck, stärkt die Konzentration, z.B. als Duft-Öl bei Kopfweh, hellt die Stimmung auf.

Als Gewürz auf fettigem Fleisch, Bratkartoffeln, Kräuterquark oder Gemüse, jedoch nur sparsam dosiert.

Abgeraten als Daueranwendung, nicht bei Schwangerschaft, nicht vor dem Schlafengehen, da er munter macht (gilt für Bäder).

 

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Rucola = Rukola = Rauke

Seit die italienische Küche Einzug gehalten hat, ist dieses Kraut nicht mehr wegzudenken.  Es ist unsere heimische Rauke, nur unter anderem Namen.

Ich ziehe sie im Kasten das erste Mal, sie wächst auf sandiger Erde am besten. Auch hier ist bald Ernte, nachdem ich sie im Tray vom Gartenmarkt eingesetzt hatte.

Als Salat oder auf Pizza, herb im Geschmack.

 

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Salbei = Müsliblatt = Selwe = Griechischer Tee

Eine Kulturpflanze mit langer Tradition. Die heutige Sortenvielfalt ist riesig, z.B. Ananas-Salbei. Jede Art hat ihren besonderen Duft bzw. Farbe. Ein Paradies für Insekten!

Blüte: Mai bis Juli

Die Blätter sind grüngrau, das Aroma intensiv, die Blüten Blau oder Rosa. Viel ätherisches Öl und Bitterstoffe als Inhalt, entzündungshemmend und zusammenziehende Wirkungsweise. In der Küche für alle südländischen Gerichte passend, zu Pasta, Fleisch, Kartoffeln, Quark oder als frittierte Blätter mit Butter über Spinatravioli.

 

Der Saft soll bei Halsweh und Mundentzündungen zum Gurgeln genommen werden, man kann den Tee auch bei Erkältung, gegen Mundgeruch oder Magenverstimmung trinken. Er soll auch gegen Nachtschweiß helfen.

Abgeraten bei Schwangerschaft, nicht über längere Zeit nehmen, da Magenreizungen möglich.

 

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Sauerampfer

Sauerampfer ist ein Kraut, was auf lehmigen Böden, Wiesen oder am Feldrand wächst. Die feinen roten Blütenstände kann man auf jeder Wiese schnell erkennen. Sie stehen auf hohen Halmen mit vielen kleinen und größeren Blättern, die Achseln bilden. Die jungen Triebe am Boden haben noch keine Blütenstände. Er blüht von Mai bis August.

Hier nimmt man nur die frischen Blättchen, welche Suppen eine feine Geschmacksnote geben. Es ist auch ein Bestandteil für die Frankfurter Grüne Soße. Auch im Salat, wie Spinat, zu Fisch und Geflügel.

 

Er enthält viel Vitamin C, aber auch eine Säure, welche Nierenkranke beachten sollten. Nicht in großen Mengen essen. Natron hinzugefügt neutralisiert diese Oxalsäure.

 

Eine andere Form ist der Breitblättrige Sauerampfer.

 

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Schafgarbe = Bauchwehkraut, Schafrippe

Das obere Bild zeigt die veredelte Gartenvariante in Gelb -

 

das wilde Kraut hat weiße Scheindolden und wächst oft auf Wiesen, Schutthalden, Lichtungen, an Bachläufen, Feld- und Waldrändern. Die Blüten können auch Rosa oder Rot aussehen. Es ist robust, kommt mit magerem Boden zurecht und kann bis 60 cm hoch werden. Blüte = von Juni bis Spät-Oktober.

 

Als Tee, Kalium enthaltend, kann es Entzündungen in Mund und Magen lindern. Als Aufguß im Badewasser bei Bauchkrämpfen.

 

Vorsicht: Manche Menschen können bei Hautkontakt Ausschlag bekommen!

 

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Schlehdorn

Dieser dornige Strauch mit seinen hübschen weißen Blüten schenkt uns in der späten Jahreszeit, so ab September, seine schwarzen Beeren, die aber erst richtig Frost erleben müssen vor der Ernte.

Daraus macht man den begehrten teuren Schlehenwein.

Blüten, Rinde und Früchte wirken harntreibend, fiebersenkend und zusammenziehend.

 

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Schnittlauch

Als Zwiebel-Variante, um dem Essen Würze zu geben, ist dieses Kraut wunderbar geeignet. Mehrjährig, bis 30 cm hohe Röhrenblättchen, im Sommer wachsen kugelförmige Dolden in Weiß oder Violett. Es ist verwandt mit dem Bärlauch. Mag kalkhaltigen Boden, wächst sonnig bis halbschattig.

 

Verwendung: im Kräuterquark, im Salat, auf Rührei und im Gemüse. Zum Trocknen oder Einfrieren nicht so gut geeignet.

 

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Schöllkraut

Bekannt ist dieses Kraut als "altes" Warzenentfernungsmittel. Es kann manchmal auf gutem Boden über einen Meter hoch werden. Die kleinen gelben Blüten öffnen sich erst, wenn die Sonne richtig voll scheint.

Der Saft der Pflanze, die am Wegesrand, auf Wiesenrändern oder auch ganz keß an grauen Hauswänden zu finden ist, färbt Hände und Kleidung quittengelb.

Diese Farbe ist sehr hartnäckig wieder zu entfernen (eigene Erfahrung).

Man nimmt den Saft zum Aufträufeln auf die Warze. Er riecht nicht so prima, aber meine eigenen Erfahrungen sind recht gut damit. Man braucht aber etwas Geduld, um ein Ergebnis zu erzielen.

 

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Sonnenblume

Allein der Anblick einer einzelnen Blume oder gar ein Feld läßt die Laune gleich ansteigen - keiner kann sich diesem Reiz entziehen. Dieser Ausdruck von Kraft, Aufrechtstehen und Lebensfreude macht nicht nur auf Insekten Eindruck.

Die Pflanze wird übermannshoch bei gutem Boden, liefert Kerne für Mensch, Vogel  und Biene und kann problemlos vermehrt werden durch ihre Körner. Wertvolles Öl kommt noch dazu.

 

Ihre "gezähmte" Gartenform ist Helianthus, die mehrere Köpfe bildet und auf hohem filigranem Stil wächst, sie schaukelt zierlich im Winde hin und her.

 

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Spitzwegerich = Rossrippe = Wegetritt = Spießkraut

siehe auch: Wegerich -

Er wächst viel auf trockenem Boden, auf Wiesen, Äckern und an Wegrändern. Ein altbewährtes Kraut, was schon die Mönche kultivierten. Zerkraut und auf Wunden gelegt oder bei Insektenstichen soll es heute noch helfen als Erstversorgung.

Blüte: Mai bis September

Das Kraut wächst mit pfeilförmigen schlanken Blättern und bildet in der Mitte einen hohen einzelnen Stängel, auf dem ein länglicher Kopf als Blüte mit den Samenkörnern sitzt. Diese wird gern von Bienen besucht.

Man verwendet nur die Blätter z.B. als Halswehmittel als Tee, zum Gurgeln, äußerlich bei Hautentzündungen. Bei leichtem Durchfall aufgrund seiner hohen Gerbstoffinhalte. In Salaten oder Suppen. Durch Kieselsäuregehalt im Frühjahr als Kur, soll auch bei Nikotinentwöhnung als Tee helfen. Ich habe die Blätter mit Korn + Honig als Magenelexier verwendet.

 

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Stevia

Das Süßkraut ist mittlerweile als Zuckerersatz in vielen Märkten zu haben, es wächst auch gut im Kasten. Die winzigen Blüten haben die Form von kleinen Schirmchen, ähnlich wie Löwenzahn. Man kann sie aber leider nicht damit vermehren.  Kälte mag sie gar nicht, überwintert nur mit Schutz.

Die Blätter getrocknet zum Tee, lassen Zuckerzugaben vergessen.

Ich habe immer mehrere Pflanzen, so dass Vorrat da ist.

 

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Storchschnabel = Ruprechtskraut

Das etwas unscheinbare Kraut wächst im Frühjahr auf Wiesen, an Feldern oder Waldrändern. Eine veredelte Form des Wiesen- oder Sumpf-Storchschnabels wird auch im Garten gern gesehen, denn die lila oder pinkfarbenen Blüten sind ein Hingucker. Diese hat natürlich größere Blüten als die Wildform.

Der Name stammt aus der Zeit nach der Blüte, wenn diese abgefallen ist und nur der Kopf übrig ist, er ähnelt dann einem Storchschnabel.

 

Eine Sonderform namens Ruprechtskraut nimmt man als Gurgelmittel bei Rachenentzündungen.

 

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Taubnessel

Man findet sie wild wachsend mit weißen oder gelben Blütenständen an Wiesen- oder Waldrändern, an Bachläufen. Meist wimmelt es dort vor Bienen und Hummeln auf Nektarsuche. Es gibt auch eine Purpurform mit roten Blüten - als Edelform die Buntnessel mit ihren unzähligen Varianten von Weiß bis Rot im Blattwerk.

Dies Kraut ist die zahme Variante der Brennnessel, sie hat keine Brennstacheln. Es blüht von April bis Oktober und sät sich selber aus.

Als Tee bei Frauenleiden, Wechseljahrsbeschwerden, bei Entzündungen im Hals, beruhigt Schleimhäute, bei Magen- und Darmentzündung, äußerlich bei Ausschlag der Haut.

 

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Thymian

Das Kraut ist anspruchslos und langlebig, nur bei zu starkem Frost leidet es. 

Es gibt viele Sorten zu kaufen, z.B. Zitronen-, Orangen-, Goldrand-, Silberrand-Thymian etc. Es mag trockene, sandige Böden ohne Dünger, braucht aber auch Wasser.  Die Blüten sind unscheinbar weißlich, rosa oder zartlila, dafür blühen sie in Mengen. Insekten mögen sie sehr.

 

Zu Lammgerichten, in Kräuterquark oder zu Kartoffeln, ist schleimlösend, hustenstillend und fiebersenkend. Getrocknet erhöht sich die Würzkraft.

Man nahm ihn früher u.a. zum Einbalsamieren.

 

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Ysop = Essigkraut

Das Kraut ist nicht so häufig in den Gärten zu finden, ich züchte es jedes Jahr im Kasten, es ist winterhart und blüht schön in Tiefblau mit hohen Rispen. Bienen lieben das Kraut, was ätherische Öle besitzt und auch in Rosa und Weiß blüht. Es mag kalkhaltigen Boden.

 

Fette Speisen werden bekömmlicher mit den jungen Triebspitzen, als Kräuterquark-Zutat, unverzichtbar in Kräuterlikören.

Als schleimlösendes Hustenmittel, zum Gurgeln 2 TL Kraut mit 1/4 L Wasser aufbrühen.

 

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Waldmeister = Herzfreund = Leberkraut

Die frischgrüne, jährlich neu austreibende kleine Pflanze mit den kleinen weißen Sternchen-Blüten kennt jedes Kind. Sie riecht im getrockneten Zustand stärker als frisch, wird gern in Bowlen oder Erfrischungsgetränken (siehe: Giersch als Getränk) verwendet oder als Zutat im Duftsäckchen oder als Mottenschreck. Im Tee oder Duftsäckchen als Einschlafhilfe, Krämpfen, Streß-Kopfweh, Blutreinigung.

Hilft bei Nervosität als Tee. Ernte Mai-Juni kurz vor der Blüte

Nicht zuviel davon verwenden, kann Übelkeit oder Kopfweh hervorrufen durch hohen Kumaringehalt!

 

Als Bowle: 2 Bund Kraut mit 100 ml Weinbrand, 50 g Zucker, 1 Pä. Vanillezucker und 1 L Weisswein 2 Stunden ziehen lassen. Wer will, 1 Flasche Sekt dazu; evtl. mit Minze oder anderen Kräutern auffüllen;

alkoholfreie Variante: mit Fruchtsaft und Mineralwasser auffüllen.

 

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Walnuß = Welschnuß = Christnuß

Aus einer kleinen Nuß entsteht ein imposanter Baum - die Gerbstoffe der grünen Blätter wirken zusammenziehend. Man benutzt sie als Tee, für Umschläge und als Gurgel-Lösung. Bei entzündeten Schleimhäuten oder Durchfall.

Die ölhaltigen Nüsse kann man erst essen, wenn die Umhüllung getrocknet ist, nicht vorher; ansonsten sind sie noch unreif und weißlich. Erst nach der Reife werden sie braun und sind eßbar! Diese in Brot, Kuchen, Salat oder einfach pur genießen.

 

Die Blätter haben es in sich. Man sagt, der Sud hieraus helfe braunen Haaren zu glänzen und bei leichten oberflächlichen Verletzungen.

Das soll ferner bei zuviel Schwitzen wirken:

Man gibt 1 TL Blätter für 5 Min. in kaltes Wasser, läßt kurz aufkochen, abseihen und 3 - 4 Tassen täglich trinken.

 

Zuviel gegessen, kann es zu Erbrechen und Übelkeit kommen!

 

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Wegerich

Ich kenne 2 Sorten, Spitzwegerich und Breitwegerich. 

 

Spitzwegerich mit seinem hohen Blütenstengel mit Köpfchen ist nützlich. Man kann diese Spitzen in der Pfanne kurz rösten und als Kapern verwenden. Der Saft wirkt schleimlösend, desinfizierend, als Sirup bei Erkältung und Magenweh nützlich.

 

Letzterer ist etwas in Vergessenheit geraten, wächst aber in Massen an Wegrändern (Name!), Feldwegen oder Wiesen. Es ist eher platt am Boden zu finden, wird auch nur cm-hoch. Früher nahm man ein Blatt und legte es in den kaputten Schuh, wenn die Sohle ein Loch hatte oder bei Blasen. Das Blatt sofort bei Wespenstich zum Einreiben nehmen.

 

Ich habe Spitzwegerich-Blätter klein geschnitten, in Korn eingelegt, mit Honig gesüßt und verwende ihn als Magenwohl.

 

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Wegwarte

Ein Kraut, was gern auf sandigem trockenem Boden wächst, ich habe es z.B. am Rheinarm auf den Wiesen bei Benrath gefunden. Seine schönen tiefblauen Blüten stehen auf hohem Halm.

 

Früher verwendete man die Wurzel als Kaffee-Ersatz (Zichorie).

Sie enthält Gerbstoffe, im Frühjahr die ersten Triebe sollen nach Chicoree schmecken.

 

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Weide = Maiholz = Weidenkätzchen = Katzenstrauch

Die biegsame Salix-Weide steht oft dort, wo Wasser in der Nähe fließt, am Waldrand und auf feuchten Wiesen (wie auch Kopfweide und Trauerweide). Es gibt sie als Baum oder Strauch mit schmalen Blättern und blühenden länglichen Kätzchen als Blütenstand. Aus der abgeschälten Rinde gewinnt man u.a. Gerbstoffe und den Wirkstoff Salicin, der auch z.B. in Aspirin enthalten ist.

Man sieht oft Bäume, die innen fast hohl und wie abgestorben aussehen, aber dennoch jedes Jahr neues Grün austreiben.

Blüte: März bis April.

 

Die Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend, antirheumatisch, fiebersenkend und zusammenziehend. Bei Gicht, Kopfschmerzen, Magen- und Darmproblemen.

 

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Wein

Die Pflanze ist zu jeder Jahreszeit schön, im Frühjahr durch frisches Grün, im Spätsommer/Herbst bilden sich schwarze, rote, gelbe oder grüne Weintrauben und im Jahresausklang herrliche rote Blätter in Fingerform und anderen bunten Farben. Meist ist der Wein die letzte Farbenpracht im Jahr, wenn alles schon verblüht ist.

 

Er klettert gern an Haus- und Garagenwänden hoch und bildet lange Triebe. in heimischen Gärten mit viel Sonne wächst er auch problemlos. Man sollte die Wurzeln bei starkem Frost mit Leinsäcken oder Mulch schützen.

 

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Weinraute = Augenraute

Von Mönchen früher bei Augenkrankheiten genutzt, stammt vom Mittelmeer, sein Geruch vertrieb die Ratten, auch als Mittel gegen Pest gebräuchlich. Wird ca. 80 cm hoch, seine feinen Blätter riechen nach Wein.

Pflanze mag Sonne und trockene Böden, die Blätter sind blaugrün und die Blüten gelblich, paßt gut in Steingärten.

 

Fein gehackte Blätter zu Soßen, z.B. in der Hamburger Aalsuppe, Salaten, Geflügel und Lamm. Einige Parfüms enthalten die ätherischen Öle, zur Mottenabwehr in Duftkissen; wirkt gefäßerweiternd, bei Kopfschmerzen, krampflösend.

Bei Hautkontakt evtl. Ausschlag auslösend, nicht bei Schwangerschaften.

 

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Wiesenschaumkraut

Dieses zarte Kraut mit seinen blaßlila und weißen Blütenständen finden wir oft auf wilden Wiesen, an Bachläufen und auf offenen Brachflächen.

Es kommt mit vielen unterschiedlichen Böden zurecht und ist anspruchslos, auch immer wieder jedes Jahr austreibend. Man wundert sich oft, wie viele Blüten das Kraut bildet.


Man kann die Blüten als Aufstrich in Quark mit etwas Mineralwasser mal probieren - es schmeckt leicht nach Pfeffer.

 

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Zitronenverbene = Zitronenblatt = Zitronenkraut

Dieses Kraut gibt es in manchem Gartenmarkt zu kaufen.Sie kann in der Natur bis 5 m hoch werden, im Kübel kleiner. Die feinen Blätter riechen nach Zitrone beim Verreiben. Mag Halbschatten, aber keinen Frost, braucht bei Sonne viel Wasser, ätherische Öle wirken beruhigend, als Tee gute Wirkung auf die Verdauung, auch Bätterauszug als Badezusatz.

Die Blätter nehme ich als Tee im Sommer als Getränk mit Minzeblättern.

Der Name sagt, daß sie nach frischen Zitronen schmeckt. Macht sich gut in jedem Mixgetränk als Deko oder Beigabe.

 

Eine Variation ist das Eisenkraut = echte Verbene. Mit Hibiskus und Minze ergibt sie einen frischen Sommertee; der Extrakt ist auch in Sinupret enthalten, hörte ich.

 

Eine neue Sorte: der Kaugummistrauch, auch Argentinische Minze genannt. Sie ist ähnlich im Blattwerk, genutzt ähnlich wie Zitronenverbene als Tee oder auf Fruchtsalat, ist nicht winterhart, mag Sonne.

 

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Zwiebel = Bolle = Gartenzwiebel = Küchenzwiebel

Sie kann bis zu 60 cm hoch werden, stammt wohl ursprünglich aus Asien, enthält viele Vitamine, die u.a. entzündungshemmend und wassertreibend wirken.

Weißlich-grüne Blüten, die von Juni bis August blühen.

 

Der Saft ist tränentreibend, das kennt jeder Koch, als Frühlingszwiebel paßt sie zu Salaten und Gemüsegerichten. Man nutzt die Zwiebel auch als Vorbeugungsmittel gegen Alterserscheinungen (ähnlich dem Knoblauch), als Hustenmittel lindert sie Hustenreiz, durch Auflegen bei Insektenstichen, auf Hühneraugen oder Hilfe bei Juckreiz.

Wirksam zur Appetitanregung, stärkt Immunsystem, beugt Erkältungen vor durch hohen Vitamin C Gehalt.

 

Zwiebelsirup herstellen: 5 Zweibeln hacken, sehr fein + 150 g Rohrzucker + 2 Tassen Wasser, auf mittlerer Hitze kochen, abseihen, Sirup in eine Flasche gießen, 1 Teelöffel davon alle 1-2 Stunden nehmen.

 

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